Ich bin ja ein Freund von Zahlen und Statistiken, gerade was das Web angeht. Wenn dies dann noch in so einem tollen Video verpackt ist, möchte ich euch dies auf gar keinen Fall vorenthalten. Das Video ist ein Remix und vierter Teil der Did You Know? / Shift Happens-Reihe von Karl Fisch aus Colorado/USA. Aber nun zuschauen und staunen:
Ein neues Projekt. Die Idee steht, der Name auch. Nun muss noch eine Domain her, oder gleich mehrere.
Möchte man mehrere Domains registrieren und vielleicht sogar weiter verkaufen, steht man immer vor der Entscheidung: Wo registriere ich meine Domains? Bei welchem Anbieter bekomme ich die beste Leistung zu einem guten Preis. Pauschal kann man diese Frage leider nicht beantworten. Wie so oft kommt es ganz darauf an, auf was man Wert legt und was man möchte. Anforderungen, die ich bisher an Domain-Registrare gestellt habe, waren:
Große Auswahl an Domain-Endungen bzw. Top-Level-Domains
Sollen es nicht nur .de-Domains oder CNO-Domains (.com/.net/.org) sein, sondern Domain-Endungen aus ganz Europa oder gar der ganzen Welt? Über 250 Toplevel-Domains gibt es aktuell weltweit, wie man auch schön auf der Domain-Weltkarte erkennen kann. Viele deutsche Registrare haben sich in erster Linie auf .de und CNO-Domains spezialisiert, was sich natürlich auch auf die Preise und den Service auswirkt.
Nameserver-Bereitstellung und Anlegen eigener Nameserver-Einträge
Für die Registrierung jeder Domain benötigt man mindestens zwei Nameserver. Einen Primary- und einen Secondary-Nameserver. Die Erklärung, was ein Nameserver oder Domain Name System ist, erspare ich mir hier. Diese Info kann man hier oder auch hier nachlesen. Betreibt man bereits eigene Nameserver oder besteht die Möglichkeit bestehende zu nutzen? Falls nein, wäre es optimal, diesen Service beim Domain-Registrar gleich mit nutzen zu können. Am besten noch vollautomatisch bei jeder Registrierung.
Konfigurationsmöglichkeiten der Nameserver
Benötigt man möglichst tiefen Eingriff in die Nameserver-Landschaft oder genügt meisst eine IP-Adresse für die ganze Domain? Optimal wäre der Zugriff über eine Api bzw. Schnittstelle für möglichst viele und schnelle Updates der Nameserver-Einträge. Eine Eigene Domain für die Nameserver in der Art ns1.meinedomain.de oder ns2.meinedomain.de wäre natürlich auch klasse.
Bedienung der Registrierungs-Software
Wenn man oft Domains registriert, sollte die Registrierungs-Software schnell und einfach zu bedienen sein. Eine Registrierung mit wenigen Mausklicks ist natürlich schöner und animiert zu mehr Registrierungen als eine umständliche und langwierige Registrierung. Oft gibt es auch hier Unterschiede zwischen den Domain-Endungen. Für einige Endungen ist zum Beispiel ein Transfer, ein Umzug zu einem anderen Anbieter, eine große Herausforderung und alles andere als einfach. Kann man alles online und einfach erledigen, ist auch dies ein Pluspunkt für den Registrar und seine Software.
Günstige Preise
Natürlich muss bei vielen Registrierungen der Preis stimmen. Stimmt der Preis bei den Endungen, die man am meissten registriert? Gibt es Rabatte bei vielen Domains? Sind Nameserver-Einträge im Preis enthalten oder günstig? Über Kosten bei Updates sollte man sich ebenso vorher informieren, wie über die Preise bei Domain-Transfers oder Löschungen.
Aufgrund dieser Anforderungen und jahrelanger eigener Erfahrungen kann ich folgende Domain-Registrare und Anbieter – in alphabetischer Reihenfolge – empfehlen:
Amazon stellt seinen Web-Services-Dienst Alexa Site Thumbnail ein. Neuanmeldungen sind ab sofort nicht mehr möglich, bestehende Accounts haben nur noch bis 12. Juni 2009 Zugriff auf den Web-Service. Mit diesem gebührenpflichtigen Dienst hatte man per Web-Service Zugriff auf Millionen von Screeenshots der Homepages aller Webseiten aus dem Alexa Index seit 2006. Die Kosten beliefen sich auf $0.0002 pro Thumbnail. Man wolle die Ressourcen für andere populärere Services nutzen, begründet Amazon dies in einer Mail an die Entwickler. Via Techcrunch.
Ein interessanter Artikel über den Mangel an Web-Innovationen aus Deutschland bei Netzwertig: Friedliches Wettrüsten – aber ohne Deutschland. Leider wird der Abstand zwischen Deutschland und USA wirklich immer grösser. Auch ein Blick in die Alexa Top-Sites und sogar Alexa Top-Sites Germany bestätigt dies. Doch woran liegt die technologische Rückständigkeit? Mangelnde Risiko-Bereitschaft? Zu wenig gute technologische Ballungszentren? Mangelnde Bildung? Oder sehen wir das alles zu schwarz? Fragen über Fragen..